Reitsportmagazin "CAP", 4/2006
Pferde-Fotos aus dem Pinsel
Nun,
er sieht nicht aus wie einer dieser vergammelten Künstler vom
Montmarte, die im Schatten von Sacre-Coeur ihrer mehr oder weniger
(meist mehr) brotlosen Kunst nachgehen. Maler ist er dennoch,
der Michael Hotz. Pferdemaler, um genau zu sein.
Klar,
wird man sagen, Pferdemaler sehen im allgemeinen auch nicht unbedingt
so aus wie typische Maler, kommen sie doch in aller Regel aus
der Pferde- und Reiterszene und haben irgendwann einmal Reitstock
gegen den Pinsel getauscht. (...)
Michael
Hotz ist in Wirklichkeit Grafik Designer, übrigens auch Reiter,
aber ganz besonders und passioniert Pferdemaler. "Gut, ein Klaus
Philipp bin ich nicht", sagt er bescheiden. Wie soll er auch.
Schließlich ist er gerade mal 31, sein Vorbild aus der Lüneburger
Heide mehr als doppelt so alt.
Seine
Passion fürs Malen zeichnete sich bereits früh ab. "Seit ich einen
Pinsel in der Hand halten kann, habe ich alles mit Farbe auf Papier
gebannt", erinnert sich der Mann, dessen Wiege im baden-württembergischen
Nürtingen (bei Stuttgart) stand. Landschaften, Stilleben, eben
alles, was sich nicht wehren konnte, pinselte er aufs geduldige
Papier. Folglich besuchte er in jungen Jahren die Jugendkunstschule
in Nürtingen, das für sich den Titel "Kulturstadt" in Anspruch
nimmt. Dort attestierten ihm die Lehrer nicht nur ein Faible für
die Malerei, sondern auch ein gewisses Talent, das es zu fördern
galt und daher auch gefördert wurde.
Damals
dachte Michael Hotz noch gar nicht an Pferde, geschweige denn
an Reiterei. Seine Freizeit verbrachte er mit Freeclimbing. Als
es ihn dann vor 7 Jahren in den Selfkant verschlug, musste er
feststellen, dass es dort zwar ganz viel Landschaft gibt, aber
nicht einen einzigen Berg, an dem er sich hätte rauf und runter
hangeln können. So stieg er, um sich einen körperlichen Ausgleich
zu seiner Arbeit an Schreibtisch und Zeichenbrett zu verschaffen,
in den Sattel. Aus diesem Hobby heraus entwickelte sich dann allmählich
das Interesse, diese edlen Geschöpfe, die ihn regelmäßig durch
die Selfkanter Heide tragen, auch auf die Leinwand zu projezieren.
Mittels Ölfarben, Pastellkreide, Bleistift, Künstlerfarbstiften
oder in Form von Aquarellen.
Generell
sieht der Künstler sich gerne die Pferde die er malen, zeichnen
oder aquarellieren soll/will, vorher in natura an. (...)
Weitere Informationen: www.atelier-michael-hotz.de
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
der Zeitschrift CAP.
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